75 Jahre Spanische Revolution
Neue Bücher und Film
Anarchismus ist Freiheit, ist die offene Tür zu grenzenloser Freiheit und zum Wohlsein der gesamten Menschheit.
Miguel Alba*
Passend zum 75-jährigen Jubiläum der spanischen Revolution vom 19. Juli 1936 haben wir einige neue Bücher zu diesem Thema bestellt, die inzwischen auch angekommen sind.
Folgende Titel gesellen sich zu den schon vorhandenen Erinnerungen George Orwells und der Biographie von Abel Paz:
A. Souchy – Nacht über Spanien
Abel Paz – Durruti
Die Spanische Revolution (Einführende Broschüre der FAU Moers)
Wer die Filmvorführung von Vivir la Utopia am Dienstag verpasst hat, kann sich den Film im Original mit englischen Untertilen hier ansehen.
Einige weitere neue Bücher (unter anderem zu den gegenwärtigen Entwicklungen in und um Griechenland) findet ihr unter Stöbern.
Es lohnt sich also, mal (wieder) vorbeizuschauen. Die Öffnungszeiten des Infoladens stehen in der rechten Spalte.
*Im spanischen Original: El anarquismo, es la libertad, es la puerta abierta hacia el infinito de la libertad y del bienestar de la humanidad.
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Aus gegebenem Anlass veröffentlichen wir an dieser Stelle folgende Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung zu den derzeitigen Entwicklungen um die Copyrights auf die Werke Rudolf Rockers
RUDOLF ROCKER SOLL VERSCHWINDEN
Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung
Das Institut für Syndikalismusforschung legt seinen Schwerpunkt auf die Erforschung und Begleitung der syndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Durch eigene ehrenamtliche Fleißarbeit und die Zuarbeit von solidarischen Historikern und Forschern, haben wir seit 2007 eine umfangreiche und stets wachsende Datenbank zur Geschichte der deutschsprachigen syndikalistischen Bewegung aufgebaut -
www.syndikalismusforschung.info.
Das Institut unterhält dabei weltweit fruchtbare Korrespondenzen mit zahlreichen Historikern, Publizisten und Forschungseinrichtungen. Jedoch gibt es nicht nur solidarische Forscher. Am 1. Juni 2011 sind alle Texte des bedeutendsten anarcho-syndikalistischen Denkers Rudolf Rocker (1873-1958) aus unserer Datenbank entfernt worden.
Ein gewisser Heiner Becker erhebt ausschließlichen Anspruch auf alle Rechte am literarischen Werk Rudolf Rockers. Leider hat er sich nicht selbst mit uns in Verbindung gesetzt, sondern dies der Staatsanwaltschaft Münster und einem Rechtsanwaltsbüro übertragen.
Wir sind der Unterlassungsaufforderung nachgekommen, denn es liegt nicht in unserer Absicht den Geldbeutel eines Kleingeistes zu bedienen – wozu wir anderenfalls gezwungen wären.
Allerdings halten wir Heiner Beckers Vorgehen für unwürdig und inakzeptabel. Wir haben kein Verständnis dafür, dass das literarische Werk Rudolf Rockers durch Besitzansprüche eines Einzelnen der Öffentlichkeit vorenthalten werden soll. Wir halten es für einen Skandal, dass dieser sgn. „Rechteinhaber“ es seit 1999 nicht fertig bringt, auch nur ein einziges Buch Rudolf Rockers herauszubringen, geschweige denn sein Gesamtwerk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei ist er offenbar durchaus befähigt andere daran zu hindern.
Wir hoffen, dass dieses Vorgehen, welches einem Vergessen Rudolf Rockers Vorschub leistet, allen mit dem Thema vertrauten Einzelpersonen, Forschungseinrichtungen und auch den Nachkommen Rockers zu Gehör kommt und diese daraus entsprechende Konsequenzen ziehen werden. Wir erklären uns ausdrücklich mit allen solidarisch, die aufgrund von Rocker-Publikationen durch Klagen betroffen sind. Rudolf Rocker gehört der progressiven Menschheit und keinem Privatkläger.
Institut für Syndikalismusforschung,
Bremen, Juni 2011
