11. Dezember 2014

Wir: im Zeitalter des Widerstands

Costas Douzinas: Philosophie und Widerstand in der Krise

Costas Douzinas: Philosophie und Widerstand in der Krise

Ein politischer Rundgang auf den Spuren von Douzinas Philosophie und Widerstand in der Krise.

Auch fünf Jahre nach Beginn der „Euro-Krise“ ist das Elend noch nicht überstanden – nur das Thema ist in den medialen Hintergrund gerückt. Costas Douzinas hingegen erörtert die globale Krise und das Recht auf
Widerstand. Der in London lehrende Professor ergründet neoliberale Biopolitik und direkte Demokratie. Er beleuchtet auch die Verantwortung der Intellektuellen, die Poesie der Multitude und diskutiert die Verschränkung von Populismus und Emanzipation. In der konkreten Entwicklung des Widerstands in Griechenland wird für Douzinas eine Strategie sichtbar: die symbiotische Verschränkung von außerparlamentarischer Bewegung und politischer Partei. Das ist einepragmatische und emphatische – einige Rezensionen nannten das Buch „allzu optimistisch“ – Herangehensweise an die viel diskutierte „Idee des Kommunismus“ und des Widerstands, dieses beständigen und bestechenden Merkmals des menschlichen Geistes. Der Übersetzer A. Förster (Berlin) und der Lektor R. Rothert (Leipzig) präsentieren und diskutieren dessen
politische und philosophische Hintergründe. Es ist ein Blick auf die Zukunft Europas und der Emanzipation.

Organisiert von der FAU Halle und der Abib Halle. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt.
Veranstaltung: Andreas Förster und René Rothert. Das Buch zur Veranstaltung: Costas Douzinas, Philosophie und Widerstand in der Krise, Laika, Hamburg 2014.

11. Dezember | 19:30 Uhr | Infoladen Glimpflich / VL Ludwigstraße 37

Neues Buch und Veranstaltung in Magdeburg

E. Mbolela: Mein Weg vom Kongo nach Europa

E. Mbolela: Mein Weg vom Kongo nach Europa

Unser neuestes Buch ist Mein Weg vom Kongo nach Europa von Emmanuel Mbolela. Es kann ab jetzt ausgeliehen werden!

Veranstaltungshinweis: Am 8. Oktober 2014 wird der Autor auf Einladung des Antirassistischen Netzwerks und des Flüchtlingsrats Sachsen-Anhalt nach Magdeburg kommen und das Buch vorstellen.

Mehr Infos dazu gibt es hier (Flyer).

 

Sommersemester 2014

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Immer wiederkehrende Fernsehbilder von überfüllten Booten, irgendwo im Mittelmeer, auf dem Weg nach Europa, Berichte über erneute Hungerstreiks in Flüchtlingslagern, rassistische „Bürgerinitiativen“, die gegen neu ankommende Asylsuchende hetzen… Die Themen Migration, Flucht und Asyl sind in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion derzeit so präsent wie seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr. Aber wird die mediale Mainstreamberichterstattung den Menschen, die immer hinter den Berichten und Geschichten stehen, tatsächlich gerecht? Soll sie das überhaupt? Wir wollen euch dazu einladen im kommenden Sommersemester einen anderen Blick auf das komplexe europäischen Grenz- und Migrationsregime zu werfen. In der Reihe „ausgegrenzt“ werden wir vier Dokumentarfilme zeigen, die jeweils einen konkreten Teilaspekt der Flüchtlingspolitik Europas bzw. Deutschlands beleuchten und unterschiedliche Einblicke in die direkten Auswirkungen für die Betroffenen ermöglichen.

Im Anschluss an die Filme besteht die Möglichkeit für Fragerunden und Diskussion, z. T. in Anwesenheit der FilmemacherInnen. Aktuelle Informationen zu den Terminen und Gästen werden rechtzeitig auf unserer Website veröffentlicht.

Folgende Filme werden im Infoladen jeweils ab 19 Uhr gezeigt:

1. Mai
[Der Lagerkomplex]

5. Juni
The Land in Between – Im Land dazwischen

3. Juli
ÖDLAND – Damit keiner das so mitbemerkt

7. August
Leben verboten

Das vollständige Programm gibt es hier.

12. Dezember 2013

Buchvorstellung Schwarze FlammeBuchcover Schwarze Flamme

Schwarze Flamme ist eine Geschichte der Gegenmacht. Die Südafrikaner Lucien van der Walt und Michael Schmidt legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und eine Auseinandersetzung mit Kernfragen wie Organisierung, Strategie und Taktik vor. Ihre Definition des Anarchismus ist nicht unumstritten. Der Übersetzer Andreas Förster stellt das unlängst erschienene Buch vor und stellt sich der Diskussion.

Die Veranstalter der Buchvorstellung sind die Anarchistische Bibliothek und die FAU-Halle. Die Veranstaltung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt gefördert.

12. Dezember | 19 Uhr | Infoladen Glimpflich / VL Ludwigstraße 37

 

21. September 2013

Presentation*: Organized Anarchism

The „Anarchistische Bibliothek Halle (abib)“ presents an English lesson
about „Organized Anarchism“. The presentation has three parts. The first
point is a brief history of organized and non-organized anarchism in
Russian Empire and at the first years of USSR. Than follows the Project of
Organizational Platform of Global Union of Anarchists as a work on
mistakes after the defeat of anarchist revolution. At the end there will
be an introduction of successful implementations of platformism in the
anarchist organizations later in 20th century for example in the RKAS
(Revolutionary Confederation of Anarcho-Syndikalists „N.I. Makhno“) in
Ukraine. The contributor has a lot of experience in this field.

*Der Vortrag ist in englischer Sprache, aber es wird eine deutsche
Übersetzung geben, wenn es notwendig ist.

21.09.2013 | 16 Uhr
Ludwigstraße 37 | 06110 Halle

24.5. – 19.7.2013

Lesekreis: Critical Whiteness

freitags 15-17 Uhr (pünktlich)

Es soll gemeinsam der Band Mythen, Masken und Subjekte: Kritische Weißsseinsforschung in Deutschland, herausgegeben von Maureen Maisha Eggers u.a., gelesen und diskutiert werden.

Kontakt: cwh@riseup.net

Da die Menschen, die sich bisher mit der Organisation des Lesekreises beschäftigt haben, keinerlei Leitungs- / Lehrfunktion übernehmen können und wollen, müssen wir uns gemeinsam eine für uns passende Form überlegen. Als Vorschlag und/oder Diskussionsgrundlage könnte folgendes dienen:

Format
Das zu lesende Buch ist ein Sammelband mit verschiedenen in sich abgeschlossenen Beiträgen. Zu jeder Woche kann ein Beitrag gelesen werden. Zudem übernehmen je nach der Größe der Gruppe einzelne oder mehrere Teilnehmer_innen gemeinsam eine kurze Präsentation des jeweiligen Textes für die Woche und könnten weitere Aspekte/Literatur zu dessen Thema mitbringen.

Ziele
Zum Einen geht es darum, einen Einblick in die in den USA im Rahmen der Forschung zu Rassismus und Diskriminierung entstandene Weißseinsforschung (critical whiteness studies) zu gewinnen. Diese nimmt eine Fokusverschiebung weg von den markierten „Anderen“ vor und stellt stattdessen die unmarkierte Normalität des Weißseins ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Darauf aufbauend soll es zum Anderen (soweit das im Rahmen eines Lesekreises möglich ist) vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Diskussion darum gehen, die eigene weiße Position kritisch zu reflektieren und dies auf die eigene Praxis anzuwenden.

Organisatorisches
Eine Anmeldung wäre gut (Email s.o.), um den benötigten Platz abzuschätzen und damit alle Teilnehmer_innen über kurzfristige Änderungen informiert werden können. Es besteht die Möglichkeit, den zu lesenden Band gesammelt beim Unrast-Verlag zu bestellen. Zudem wird es eine Online-Plattform mit einer Literaturdatenbank geben, über die den Teilnehmer_innen Scans der einzelnen Beiträge und weiterer Texte zu Verfügung gestellt werden können. Außerdem gibt es im Infoladen einen Kopierer, der für wenig Geld benutzt werden kann.

 

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21. Juni / 12. Juli 2012

Buchvorstellung und Filmabend zum Thema Biologie und Geschlecht

In zwei Veranstaltungen wollen wir uns im Juni/Juli dem Thema Geschlecht aus einer etwas biologischeren Perspektive nähern und uns mit der mehr oder weniger konsensfähigen Unterscheidung eines sozialen, konstruierten Geschlechts (gender) von einem mehr oder weniger fixen und oft als binär aufgefassten biologischen Geschlecht (sex) auseinandersetzen. Dazu wird Heinz-Jürgen Voß zunächst am 21. Juni sein in der Reihe theorie.org erschienenes Buch Geschlecht: Wider die Natürlichkeit vorstellen. Am 12. Juli zeigen wir dann den Film Die Katze wäre eher ein Vogel von Melanie Jilg. Ergänzend dazu, wird Heinz-Jürgen Voß einen kurzen kritischen Input zur Stellungnahme des deutschen Ethikrates zu Intersexualität geben.

Im folgenden die detaillierten Ankündigungen und Informationen zum Referenten:

21. Juni | 20 Uhr | Infoladen Glimpflich / VL Ludwigstraße 37
Kein Geschlecht oder viele – warum es biologisch Frau und Mann nicht gibt

„Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“ ist nach der Geburt die erste Frage, die immer wieder gestellt wird. Können die Eltern darauf keine Antwort geben, so herrscht betretenes Schweigen, wird das Thema gewechselt. Das Kind beginnt erst so richtig in unserer Gesellschaft zu existieren, wenn es mit einem von zwei Geschlechtern aufwarten kann – ein Zustand nachdem Justiz, Medizin und „gesellschaftliche Moral“ einem jeden Menschen trachten.

Ganz selbstverständlich nehmen wir auch für uns in Anspruch, Menschen nach dem Geschlecht unterscheiden zu können. Wir erkennen sie an Kleidung, beruflicher Qualifikation (der Chef ist niemals eine Frau), seltener durch einen Blick auf die kulturell so aufgeladenen Genitalien. Bart, übrige Körperbehaarung, Hüfte, Brustumfang sind da schon legitimer als deutlich zugewiesene Merkmale, nach denen wir gelernt haben, einen Menschen nach „Mann“ und „Frau“ sicher einzuordnen. Unter Berufung auf „natürliche Unterschiede“ werden auch immer wieder gesellschaftliche Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen gerechtfertigt.

Aber: Was ist „natürlich“ an Geschlecht? Gibt es biologisch zwei Geschlechter – oder haben wir das nur in der Schule so gelernt? In diesem Input und Diskussion wird der Ausarbeitung von „biologischem Geschlecht“ in den sich herausbildenden „modernen biologisch-medizinischen Wissenschaften“ seit dem 17. / 18. Jahrhundert bis heute nachgegangen. Bei den aktuellen biologischen Geschlechtertheorien wird offensichtlich, dass sich eine Interpretation dass es viele Geschlechter geben muss geradezu aufdrängt.

12. Juli | 20 Uhr | Infoladen Glimpflich / VL Ludwigstraße 37
Die Katze wäre eher ein Vogel
Das visuelle Hörstück – in 5 Einstellungen
Melanie Jilg | 55 min.

Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen.

Was bedeutet die Infragestellung des Geschlechts, einer der wichtigsten Identitätsgrundlagen in unserer Kultur; sie erzählen von Fremdheit im eigenen Körper und Fremdheit in der Gesellschaft, die damit einhergehende Tabuisierung und zwanghafte Anpassung an die heterosexuelle Norm durch schwerwiegende Eingriffe in die (körperliche) Integrität eines Menschen; keine Möglichkeit sich auszudrücken, weil man schnell an Sprach- und Wissensbarrieren stößt und gleichzeitig die Sehnsucht nach Wahrnehmung und Anerkennung.

Doch wo liegt das eigentliche Problem?

Dieses dokumentarische Experiment will keinen Versuch machen, das medizinisch-biologische „Phänomen“ Intersex zu erklären. Mediziner/Innen werden in diesem Film nicht zu Wort kommen; ebenso wenig werden Bilder von „uneindeutigen“ Genitalien zu sehen sein .

Es geht darum, das Thema Intersex von einer anderen Seite zu betrachten, nicht von der Seite der Medizin, die noch immer die Macht der Kategorisierung innehat, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind und die die intersexuellen Geschlechtsvariationen zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen macht .

Im Anschluss:
Intersex – nach der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates „Intersexualität“ ist weiteres Streiten notwendig

Oft werden bei der Diagnose «Intersex» im Säuglings- und frühen Kindesalter operative und hormonelle Eingriffe vorgenommen, um ein möglichst eindeutiges Erscheinungsbild der Genitalien zu erreichen. Von den Interessensvertretungen der Intersexe werden diese Eingriffe als gewaltsam und traumatisierend beschrieben. Neue wissenschaftliche Ergebnisse zeigen ebenfalls massive Probleme der Behandlungen auf – der Deutsche Ethikrat berücksichtigte sie nicht für seine Anfang 2012 veröffentlichte Stellungnahme zum Umgang mit Intersexualität.

In dem Input wird der Stand der Diskussion vorgestellt und wird dargestellt, warum die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates nicht überparteilich ist und dass es problematisch ist, dass sie die aktuellen und internationalen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum anatomischen und funktionalen Behandlungsergebnis und zur Behandlungszufriedenheit nicht berücksichtigt. Mögliche Auswege werden skizziert.

 

Zum Referenten:

Heinz-Jürgen Voß (Dipl. Biol., Dr. phil.) studierte an der Technischen Universität Dresden und der Universität Leipzig Diplom-Biologie (Abschluss 2004) und promovierte sich 2010 zur gesellschaftlichen Herstellung biologischer Geschlechtertheorien an der Universität Bremen. Die Dissertationsschrift wurde 2011 mit der Übersetzungsförderung „Geisteswissenschaften international“ ausgezeichnet. Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Ethik der Medizin und Biologie sowie biologisch-medizinische Geschlechtertheorien. Veröffentlichungen: Intersexualität – Intersex: Eine Intervention (Münster 2012: Unrast; im Druck), Geschlecht: Wider die Natürlichkeit (Stuttgart 2011: Schmetterling), Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive (Bielefeld 2010: Transcript). [in der Bibliothek vorhanden]

75 Jahre Spanische Revolution 

 

Neue Bücher und Film

 

 

 

 

 

 

Frau mit CNT-FAI-Fahne

Anarchismus ist Freiheit, ist die offene Tür zu grenzenloser Freiheit und zum Wohlsein der gesamten Menschheit.

Miguel Alba*

Passend zum 75-jährigen Jubiläum der spanischen Revolution vom 19. Juli 1936 haben wir einige neue Bücher zu diesem Thema bestellt, die inzwischen auch angekommen sind.

Folgende Titel gesellen sich zu den schon vorhandenen Erinnerungen George Orwells und der Biographie von Abel Paz:

A. Souchy – Nacht über Spanien

 

Abel Paz – Durruti

 

Die Spanische Revolution (Einführende Broschüre der FAU Moers)

Wer die Filmvorführung von Vivir la Utopia am Dienstag verpasst hat, kann sich den Film im Original mit englischen Untertilen hier ansehen.

Einige weitere neue Bücher (unter anderem zu den gegenwärtigen Entwicklungen in und um Griechenland) findet ihr unter Stöbern.

Es lohnt sich also, mal (wieder) vorbeizuschauen. Die Öffnungszeiten des Infoladens stehen in der rechten Spalte.

*Im spanischen Original: El anarquismo, es la libertad, es la puerta abierta hacia el infinito de la libertad y del bienestar de la humanidad.

Aus gegebenem Anlass veröffentlichen wir an dieser Stelle folgende Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung zu den derzeitigen Entwicklungen um die Copyrights auf die Werke Rudolf Rockers

RUDOLF ROCKER SOLL VERSCHWINDEN

 

 

Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung

Das Institut für Syndikalismusforschung legt seinen Schwerpunkt auf die Erforschung und Begleitung der syndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Durch eigene ehrenamtliche Fleißarbeit und die Zuarbeit von solidarischen Historikern und Forschern, haben wir seit 2007 eine umfangreiche und stets wachsende Datenbank zur Geschichte der deutschsprachigen syndikalistischen Bewegung aufgebaut –

www.syndikalismusforschung.info.

Das Institut unterhält dabei weltweit fruchtbare Korrespondenzen mit zahlreichen Historikern, Publizisten und Forschungseinrichtungen. Jedoch gibt es nicht nur solidarische Forscher. Am 1. Juni 2011 sind alle Texte des bedeutendsten anarcho-syndikalistischen Denkers Rudolf Rocker (1873-1958) aus unserer Datenbank entfernt worden.

Ein gewisser Heiner Becker erhebt ausschließlichen Anspruch auf alle Rechte am literarischen Werk Rudolf Rockers. Leider hat er sich nicht selbst mit uns in Verbindung gesetzt, sondern dies der Staatsanwaltschaft Münster und einem Rechtsanwaltsbüro übertragen.

Wir sind der Unterlassungsaufforderung nachgekommen, denn es liegt nicht in unserer Absicht den Geldbeutel eines Kleingeistes zu bedienen – wozu wir anderenfalls gezwungen wären.

Allerdings halten wir Heiner Beckers Vorgehen für unwürdig und inakzeptabel. Wir haben kein Verständnis dafür, dass das literarische Werk Rudolf Rockers durch Besitzansprüche eines Einzelnen der Öffentlichkeit vorenthalten werden soll. Wir halten es für einen Skandal, dass dieser sgn. „Rechteinhaber“ es seit 1999 nicht fertig bringt, auch nur ein einziges Buch Rudolf Rockers herauszubringen, geschweige denn sein Gesamtwerk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei ist er offenbar durchaus befähigt andere daran zu hindern.

Wir hoffen, dass dieses Vorgehen, welches einem Vergessen Rudolf Rockers Vorschub leistet, allen mit dem Thema vertrauten Einzelpersonen, Forschungseinrichtungen und auch den Nachkommen Rockers zu Gehör kommt und diese daraus entsprechende Konsequenzen ziehen werden. Wir erklären uns ausdrücklich mit allen solidarisch, die aufgrund von Rocker-Publikationen durch Klagen betroffen sind. Rudolf Rocker gehört der progressiven Menschheit und keinem Privatkläger.

Institut für Syndikalismusforschung,

Bremen, Juni 2011